GEO-Tag der Artenvielfalt
Nur das, was wir kennen, werden wir auch achten und schützen. Aus dieser Überzeugung heraus veranstaltet das Fachmagazin GEO am 16. Juni 2012 den GEO-Tag der Artenvielfalt. Alle großen und kleinen Naturfreunde in Deutschland und den Nachbarländern sind dazu aufgerufen, innerhalb von 24 Stunden auf Entdeckungsreise vor der eigenen Haustür zu gehen. Unter dem Motto „Grenzgänger, Überflieger, Gipfelstürmer: Wie Tiere und Pflanzen sich verbreiten“ wird ein Stück Natur ganz genau unter die Lupe genommen und der Frage nachgeforscht, wie sich die jeweiligen Arten neue Lebensräume erschließen und welche Grenzen es dabei gibt. Gesucht werden kann überall - im Schulgarten, auf der Wiese, im Feldgehölz, am Flussufer oder in der Kiesgrube. Es müssen nicht gleich Wolf und Elch das Thema sein – obwohl natürlich interessant wäre herauszufinden, warum sie gerade wieder zurück nach Deutschland kommen. Kleinere, „fremde“ Arten wie der Waschbär und der Marderhund breiten sich ebenfalls hierzulande aus. Für andere Arten ist eine Ausbreitung wiederum schwierig. Auf welche Grenzen stoßen Arten bei ihrer Wanderung eigentlich? Und sind Lebensräume ausreichend vernetzt? Die Fragen, die man sich zumdiesjährigen Motto stellen kann, sind unerschöpflich.
Für die eigene Arten-Suche hat GEO Ort und Partner festgelegt: Gemeinsam mit GEO-Reportern untersuchen namhafte Wissenschaftler der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz am 16. Juni, was im Biosphärenreservat Pfälzerwald / Nordvogesen alles wächst und lebt. Doch erst durch die unzähligen Begleitaktionen von naturbegeisterten Laien, Schulen, Umweltverbänden und anderen Organisationen wird der GEO-Tag der Artenvielfalt zur größten europäischen Feldforschungsaktion. Im vergangenen Jahr engagierten sich rund 25.000 Teilnehmer mit Schwerpunkt in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Im Septemberheft des Magazins GEO wird das Ergebnis im Rahmen einer großen Reportage veröffentlicht. Eine Sonderbeilage stellt ausgewählte Begleitaktionen und ihre Teilnehmer sowie die Gewinner des Schülerwettbewerbs vor.
1999 hatte der GEO-Tag der Artenvielfalt seine Premiere. Seither lädt GEO jährlich Experten und interessierte Laien zu einer „Inventur“ der heimischen Flora und Fauna ein. „Den Beweis anzutreten, dass Natur auch in Mitteleuropa noch etwas anderes ist (und sein muss) als Straßenbegleitgrün; das Bewusstsein für schützenswerte Biodiversität in unserer unmittelbaren Umgebung zu schärfen; das Wissen um die oft übersehene Wichtigkeit von Natursystemen zu fördern, selbst wenn diese unscheinbarer wirken als der tropische Regenwald – das sind die Ziele des GEO-Tags der Artenvielfalt“, sagt Peter-Matthias Gaede, Chefredakteur von GEO.
Bei wem nun das Interesse geweckt ist zum Mitmachen, der kann sich weitere Informationen holen unter: www.geo.de/artenvielfalt<http://www.geo.de/artenvielfalt>
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