Klicken Sie hier für mehr Informationen zu den Münchner Wildnistagen
 
Februar 2007
Fisch zur Fastenzeit

Fisch ist gerade in der Fastenzeit und zu Ostern eine beliebte Alternative zu Fleischgerichten. „Verbraucher sollten jedoch nicht nur auf ihre eigene Gesundheit achten, sondern auch auf die Herkunft des Fisches. Längst nicht jeder Fisch auf dem deutschen Markt stammt aus nachhaltigem Fang“, so WWF-Fischereiexpertin Heike Vesper. Von den 10 beliebtesten deutschen Speisefischen können laut WWF nur drei – Hering, Seeleachs und Forelle – bedenkenlos gekauft werden. Verbraucher sollten beim Fischkauf auf das blaue Siegel des MSC (Marine Stewardship Council) achten. Dieses Siegel garantiere, dass der Fischbestand nicht gefährdet sei.

Auf beliebte Speisefische wie Rotbarsch, Seezunge, Scholle oder Schillerlocken sollten die Verbraucher lieber verzichten. „Was viele Menschen nicht wissen: Schillerlocken stammen vom Dornhai – und der steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten“, erläutert Vesper. Beim Schollenfang entstehen massive Schädigungen im Meer. Für den Fang von einem Kilo Scholle werden vier Kilo sogenannter „Beifang“ über Bord geworfen. Auch der Rotbarsch ist massiv überfischt. Drei Viertel aller wirtschaftlich genutzten Bestände gelten als zu stark oder bis an ihre Grenzen befischt.

Glücklicherweise nehme die Zahl der Fischprodukte mit dem Ökosiegel MSC immer weiter zu. „Im letzten Jahr haben viele Produzenten ihr MSC-Sortiment erweitert. Verbraucher finden in mehr Supermärkten Fisch mit dem blauen Label. Wir hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt“, so Vesper.

Der WWF hilft Verbrauchern bei der Kaufentscheidung mit dem WWF-Fischführer. Die handliche Einkaufshilfe für die Brieftasche bewertet 40 handelsübliche Fischarten nach ökologischen Kriterien wie Bestandsentwicklung und Fangmethoden. 12 Arten gelten demnach als gute Wahl, 13 als bedenklich, 15 fallen in die Kategorie bedroht.

Infos auch auf der WWF Seite, auf der auch der WWF Fischführer heruntergeladen werden kann


Zur Übersicht
AKTUELLES
Dezember 2011
GEO-Tag der Artenvielfalt
Naturforscher und Umweltdetektive, egal ob groß oder klein, dürfen am 16. Juni bei einem riesigen Feldforschungsprojekt Tiere und Pflanzen vor ihrer Haustür unter die Lupe nehmen.
Nächste Termine
Basiskurs Wildniswissen
23.03.2012 nähe Bietigheim-Bissingen
Trommelbau
21.04.2012 Peiting
Wildnispädagogikausbildung
27.04.2012 verschieden
Wildnispädagogikausbildung
27.04.2012 verschieden
 > Alle Termine
 
  Seite drucken     Impressum     Datenschutzerklärung