Auf den Spuren der Wölfe – Alpenexpedition mit Peter Sürth

Früher galten Wölfe und Bären als heilige Tiere. Mit den Märchen der Gebrüder Grimm änderte sich das. Zumindest Isegrimm wurde zum Inbegriff des bösartigen Tiers, das Geißlein, wehrlose Großmütter und kleine Mädchen verschlingt – während sich unter dem Bärenpelz des Spielkameraden von Schneeweißchen und Rosenrot immerhin noch ein Prinz verbarg. Spätestens aber mit Bruno, der einige oberbayerische Gemeinden im Sommer 2006 in Angst und Schrecken versetzte, war auch der Bär in die Schublade der Bösewichte gerutscht.

Peter Sürth will die Wölfe und Bären nun wieder aus dieser Schublade herausholen. Unermüdlich setzt sich der Wildtiermanager für eine friedliche Lösung des Konfliktes zwischen Beutegreifern und Menschen ein. Er ist sich sicher, dass Bruno und auch der Wolf, der vor eineinhalb Jahren durchs Chiemgau streifte, keine Einzelfälle bleiben werden. „Wolf, Bär und Luchs – sie kommen zurück. Definitiv!“, sagt Sürth.

Von 4. bis 31. August ist der Wildtiermanager auf dem letzten Teilstück seiner Alpenexpedition vom Lago Maggiore bis nach Pforzheim unterwegs. Die ersten beiden Streckenabschnitte in den Jahren 2010 und 2011 führten ihn durch die österreichischen Alpen und vom Mont Blanc bis zum Mittelmeer. Währenddessen stieß Sürth immer wieder auf Spuren, die seine These von der Rückkehr der Beutegreifer bestätigten: Pfotenabdrücke im Schlamm, abgebrochene Äste oder ein paar Fellhaare an der Baumrinde. Wie nahe er den Tieren tatsächlich kommt, signalisiert ihm seine Hündin Shira, wenn sie schwanzwedelnd auf die Zeichen eines Wolfes reagiert oder mit gesträubtem Nackenfell leise knurrt, wenn sie einen Bären ausmacht. Sürth will mit der Alpenexpedition weitere Eindrücke und Erfahrungen zu den alpinen Lebensräumen für Wölfe und Luchse sammeln, sodass er die Menschen noch besser aufklären und bei Schutzmaßnahmen für die Weidetiere beraten kann.

Wer ihn dabei – zu Fuß und mit Übernachtungen im Freien – begleiten will, hat jeweils wöchentlich die Gelegenheit dazu. Weitere Informationen dazu auf Peter Sürths Homepage unter www.derwegderwoelfe.de