Die Geschichte Bayerns…

… über unsere Heimat

Manche mögen sich jetzt vielleicht fragen, wie das auf eine Internetpresentation von Wildnisschulen passt, doch da wir ein Verbund in dem Gebiet Bayern sind, sollten wir seine Geschichte nicht außer Acht lassen. Und so gab es immer wieder verschiedene Völker, die hier lebten, und immer wieder wurden Gebiete dazu erobert und wieder verloren, bis es zu dem wurde, was es heute ist. Doch lest selbst…:

Die bislang ältesten Befunde menschlicher Existenz in Bayern geht in die Altsteinzeit vor etwa 200 000 Jahre zurück und betreffen die Gebiete um Kehlheim und Nördlingen. 7300 Jahre alte Gräberfunde in Niederbayern beweisen, dass Menschen schon in der Jungsteinzeit dort sesshaft waren.

500 v. Chr. kamen Kelten in das Gebiet des heutigen Bayern. 15 v. Chr. erfolgte der Eroberungszug der Römer vom Alpenvorland bis zur Donau. Die Kelten unterlagen ihnen.  Im 2. Jahrhundert n. Chr. fielen Germanen in das Land ein und nach der Hälfte des 5. Jahrhunderts erlag ihnen die römische Herrschaft in Bayern. Durch die von Norden eingezogenen Germanen und bereits anwesenden sowie auch zugewanderetn romanisierten Kelten („Boier“) bildete sich im Laufe der Jahrhunderte der Stamm der Baiern.

Mitte des 6. Jahrhunderts kam es zur Gründung des bayrischen Stammesherzogtums durch Garibald, aus dem Geschlecht der Agilofinger. 788 setzte Karl der Große den letzten Agilofinger-Herzog ab. Aufgrund der Reichsteilungen wurde Bayern 843 Teil des Ostfrankenreichs. Bis 907 hatten die Karolinger die Herrschaft über Bayern.

Im 4. Jahrhundert entstanden die ersten Bistümer. Der Missionsbischof Bonifatius aus Angelsachsen organisierte im 8. Jahrhundert die Christianisierung Bayerns, wodurch nach und nach verteilt Bischofssitze und Klöster entstanden. Zu Beginn des 10. Jahrhunderts setzte König Otto I. die Luitpoldinger ab.

Nachdem die Welfen im letzten Drittel des 11. Jahrhunderts die Stellung der bayrischen Herzöge wieder ermächtigten, bekam Heinrich der Löwe, der letzte Welfenherzog in Bayern und zugleich Herzog in Sachsen, eine erhabene Macht im Reich. 1158 gründete er die spätere Hauptstadt München. Allerdings verlor Bayern bereits vorher schon einige Gebiete wie die Ostmark (später Österreich).

1180 wurde Heinrich der Löwe von dem Staufer Friedrich I. Barbarossa besiegt.. Herzog Otto I. aus dem Geschlecht der Wittelsbacher, das Bayern bis 1918 regierte, vertrat das Herzogtum Bayern. Da die einst mächtigen Adelsgeschlechter in Bayern keine Macht mehr hatten, entwickelte sich Bayern im 13. Jahrhundert zu einer geschlossenen Territorialherrschaft der Wittelsbacher.

Durch die Bistümer in Freising, Passau, Regensburg und das Erzbistum Salzburg entstanden Landesherrschaften. Von 1255 bis 1392 kam es zu Teilungen Bayerns in Niederbayern und Oberbayern mit der Rheinlandpfalz, durch Ludwig IV., der Bayer, zur Trennung der rheinischen Kurpfalz und der Oberpfalz vom übrigen Bayern, bei weiteren Teilungen entstanden die Wittelsbacher Linien Bayern-München, Bayern-Landshut, Bayern-Straubing und Bayern-Ingolstadt.

Ab 1488 wurden in Oberbayern eine wehrhafte Bürger- und Bauernschaft aufgestellt, um Bayern vor „mutwilligem Einzug und Beschedigung“ abzuschirmen. Diese Wehrmannschaften werden als Vorgängerformation der Gebirgsschützen gesehen.

Durch den Landshuter Erbfolgekrieg (1503-1505) wurde Oberbayern und Niederbayern wieder vereint und die Landesteilungen durch das Primogeniturgesetz 1506 beendet. Doch aufgrund des Erbfolgekrieges verlor Bayern auch Gebiete u.a. an die Habsburger (darunter Kufstein und Zillertal).

Die Verbreitung der Reformation wurde von Herzog Wilhelm IV. (1508-1550) mit Hilfe der Jesuiten bekämpft. Albrecht V. leitete die Verdrängung des Protestantismus in Bayern an, woraufhin Wilhelm V. (1579-1597) Bayern zum Vorkämpfer des Katholizismus in Deutschland machte. 1590 begann mittlerweile auch die große Hexenverfolgung in Bayern, deren Wurzel in der Ketzerverfolgung im Mittelalter lag, und dauerte etwa bis Mitte des 17. Jahrhunderts an. Hauptsächlich Frauen wurden der Hexerei beschuldigt, was einen Pakt mit dem Teufel gleichkam, und hingerichtet. Dies geschah allerdings nur bedingt durch kirchliche Aktion, vielmehr aufgrund einer sich ausbreiteten Hysterie in Europa.

Maximilian I., seit 1609 Führer der Katholischen Liga, gewann im 30jährigen Krieg  die Pfälzer Kurwürde und  die Oberpfalz. Verwüstungen, Seuchen, Hungersnöte und ein drastischer Bevölkerungsrückgang waren die Folgen des Dreißigjährigen Krieges für Bayern.

Nach dem Erbfolgekriegsende 1714 wurden Länder und Würden nach der Besetzung Österreichs wieder an den Kurfürst Maximilian II. Emanuel zurückgegeben.

Sein Sohn Karl VII. Albrecht wurde 1742 von der antihabsburgerischen Partei zum Kaiser  gewählt. Nach einer schweren Niederlage wurde Bayern ein zweites mal von den Österreichern besetzt. Durch den bayrischen Erbfolgekrieg (1778/79) musste Bayern das Innviertel an Österreich abtreten. Da kein Erbfolger nach Karl Theodor vorhanden war, regierte Maximilian IV. Josef von 1799 an Bayern.

Maximilian Graf von Monteglas, sein leitender Minister, setzte die Basis für den modernen bayrischen Staat. Aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses und nachfolgender Friedensschlüsse wurde Bayern durch Zugewinn von Gebieten u.a. in Österreich, Schwaben und Franken ungefähr doppelt so groß wie bisher. 1803 wurde infolge der Säkularisation die über 1000-jährige bayrische Klosterkultur zerstört.

Ende 1805 bekam Bayern die Anerkennung als Königreich, und ein Jahr darauf wurde Kurfürst Maximilian IV. Josef  zum König (Maximilian I).

1813 wechselte Bayern zu den Gegnern Napoleons über, wodurch es zu seinem heutigen Gebietsumfang – außer der Pfalz – gelangte.

Im Jahr 1815 wurde das Königreich Bayern Teil des Deutschen Bundes und aufgrund der Verfassung von 1818 zählte Bayern als konstitutionelle Monarchie. München wurde von König Ludwig I. König von Bayern zu einer führenden Kunststadt in Bayern gemacht. Die erste deutsche Eisenbahnlinie wurde 1835 zwischen Nürnberg und Fürth eröffnet.

Am 20. Oktober 1825 veranlasste König Ludwig I., dass Bayern mit „y“ geschrieben wird und nicht wie zuvor mit „i“. Damit brachte er seine Verehrung alles Griechischem zum Ausdruck.

Im Deutschen Krieg 1866 stand Bayern unter Ludwig II. auf der Seite Österreichs gegen Preußen, 1870/71 kämpfte er  dann mit Preußen im Deutsch-Französischen Krieg. 1871 trat Bayern dem Deutschen Reich bei.

1918 wurde Bayern zur Republik von Kurt Eisner (Vorsitzender der Arbeiter- und Soldatenräte) ernannt; König Ludwig II. wurde dadurch abgesetzt.

Im September 1919 wurde Bayern anhand der „Bamberger Verfassung“ zum Freistaat erklärt. Antikommunismus, Antisemitismus und die schlechte wirtschaftliche Lage führten zu einer allgemeinen Ablehnung der Weimarer Republik. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung 19933 kam es zur Gleichschaltung Bayerns.

1943 zerstörten alliierte Luftangriffe Eisenbahnen, Industrien und Städte wie Augsburg, München, Nürnberg und Würzburg. Danach war Bayern Teil der amerikanischen Besatzungszone. 1946 legte sich Bayern als Freistaat eine neue Verfassung auf. Bis auf die Jahre 1954 – 1957 sind die bayrische Ministerpräsidenten bis heute ausschließlich aus der CSU (Christlich Soziale Union).

Bayern hat heute 7 Regierungsbezirke: Unterfranken, Mittelfranken, Oberfranken, Oberpfalz, Schwaben, Niederbayern und Oberbayern, Außerdem hat es 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte.

Es gilt als das beliebteste Urlaubsland in der Bundesrepublik Deutschland. Weltweit bekannt ist es für die Märchenschlösser von König Ludwig II. (Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee), das alljährliche Oktoberfest in München und das bayrische Brauchtum.In Bayern wird vor allem Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Hopfen und Trauben angebaut sowie Rinder, Schweine und Pferde gezüchtet. Vor allem im Allgäu ist die Milchviehhaltung verbreitet. In der Oberpfalz gibt es u.a. Braunkohle- u. Eisenerzabbau, bei Passau Graphit und im Berchtesgadener Land Steinsalz.

Die Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen mit ihren 2962 Metern Höhe ist der höchste Berg Bayerns und auch Deutschlands. Bayerns Bevölkerungsdichte ist relativ gering: es hat in etwa 12,42 Millionen Einwohner, wobei es dennoch das größte Bundesland in Deutschland ist.

Bayern hat noch wunderschöne Seen, Wiesen und ein traumhaftes Alpenvorland. In den Gebirgen wachsen noch seltene Pflanzen wie der Enzian oder das Edelweiß. Auch Gemse und Steinböcke sind dort noch anzutreffen. Durch politische Kurzsichtigkeiten wurden allerdings auch erhebliche Eingriffe in die Natur ausgeübt, wie die Begradigung der Flüsse, was sich als schädlich für die Umgebung erwies und jetzt wieder rückgängig zu machen versucht wird.

Um die Artenvielfalt zu erhalten gilt es natürliche Lebensräume vor weiteren Eingriffen zu schützen.

(Diese Zusammenfassung enthält sicherlich Lücken und umfasst nur einen Teil der Begebenheiten)

Quellennachweis:

http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761574775_2/Bayern.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Bayerns

http://members.aol.com/tombeee/hexverf/hexbonn.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung

http://www.gebirgsschuetzen.org/Geschichte_der_Bayerischen_Geb/geschichte_der_bayerischen_geb.HTM

http://www.lfu.bayern.de/natur/index.htm

http://www.wwf.de/themen/suesswasser/lebensraeume/fluesse/hochwasserschutz/hochwasser-ursachen/