Eine Idee von Frühjahr!

Mitte Februar gewinnt die Sonne wieder an Intensität – die Natur hat sich längst auf das nahende Frühjahr vorbereitet.

Der Boden ist gefroren, in den Bergen liegt meterhoch der Schnee. Und doch, irgendwie … hat sich da nicht bereits ein laues Frühjahrslüftchen zwischen die eisigen Böen gemogelt? Der Frühling rückt spürbar näher, und das nicht nur wegen der Tageslänge – im Vergleich zum 22. Dezember ist es nun schon mehr als zwei Stunden länger hell pro Tag.

Auch an den Knospen der Bäume zeigt sich: Die Natur ist längst auf ihr Erwachen vorbereitet. Schon im vorigen Sommer haben sich winzige, zarte Knospen an den Zweigen gebildet. In ihnen ist alles enthalten, was dann im Frühjahr zu einem neuen Trieb heranwächst. Gegen die winterliche Eiseskälte sind die Knospen bei manchen Bäumen wie der Kastanie von einer klebrig-harzigen Schicht umschlossen, die warm hält und das Wasser abperlen lässt. Die meisten Bäume in Mitteleuropa haben sich damit an das Klima angepasst, das in gemäßigten Breitengraden herrscht: dort, wo Tageslänge und Temperatur übers Jahr betrachtet große Schwankungen aufweisen.

Etwa ab Mitte Februar gewinnt die Sonne wieder an Intensität. Ihre Kraft steigt stetig an bis etwa Mitte August, dann ebbt sie wieder ab. Frühlingshafte Temperaturen sind die Initialzündung für die wiederkehrende Lebenskraft der Bäume. So wirkt es manchmal, als hätte ein Baum quasi übernacht seine Triebe herausgeschossen.