Geschichten aus dem Universum

„Das steht in den Sternen“, sagt mancher gerne – und ahnt gar nicht, wie viel unsere Vorfahren tatsächlich aus den Sternen gelesen haben.

Der Dezember bringt die längsten Nächte des Jahres, fast zwölf Stunden am Stück ist es draußen nun dunkel. In klaren Nächten herrschen somit beste Voraussetzungen für Sternengucker.

Aber es sind nicht nur Sterne, die wir am nächtlichen Himmel leuchten sehen: Auch Planeten sind Himmelskörper, die von einem Stern ähnlich unserer Sonne angestrahlt werden und das Licht reflektieren, als ob sie selbst leuchten würden. Durchs Fernrohr kann man erkennen, dass ihr Licht sichelförmig ist – wie der Mond in den meisten Nächten. Wir sehen dann das reflektierte Licht, während sich der andere Teil der Kugel im Schatten befindet.

Weit entfernte Sterne leuchten immer am selben Punkt im Firmament. Sie bilden die Grundlage zu den Sternbildern, bei denen sich die Menschen Striche zwischen den Sternen gedacht und daraus Bilder geformt haben. In der nördlichen Hemisphäre gibt es beispielsweise den „Großen Wagen“, oder das „w“ der Kassiopeia zu sehen. Und auch der „Orion“ lässt sich anhand seines Gürtels aus drei Sternen auf einer Linie leicht identifizieren. Orion galt in der griechischen Mythologie als der Sohn des Meeresgottes Poseidon. Aufgrund seiner Schönheit verliebten sich Eos, die Göttin der Morgenröte wie auch die Jagdgöttin Artemis in ihn. Weil Artemis ihrer Rivalin den Jüngling nicht gönnte, erschoss sie ihn mit einem Pfeil, woraufhin er am Himmel verewigt wurde. In einer anderen Version brüstete Orion sich damit, der größte Jäger der Welt zu sein, was ihm die Göttermutter Hera verübelte. Sie sandte einen Skorpion aus, der Orion einen tödlichen Stich zufügte. Gott Zeus versetzte daraufhin beide an den Himmel. Wenn das Sternbild „Skorpion“ im Osten aufgeht, muss Orion den Himmel im Westen verlassen. Dadurch stehen die beiden Kontrahenten niemals zusammen am Himmel. Wer im Sternenhimmel zu lesen wusste, dem gingen die Geschichten niemals aus.

Auch die Geschichte zum 21.12.2012 leitet sich unter anderem daraus ab. Sonne, Erde und andere Planeten stehen an diesem Datum laut Astrologen in Konjunktion zum Äquator der Milchstraße. Nur alle 26.000 Jahre tritt diese Konstellation auf – wie auch die so genannte Präzession der Erdachse: Bei der Kreiselbewegung um sich selbst lenkt die Anziehungskraft von Sonne und Mond die Erdachse ein wenig ab, sodass die Erde in ihrer Bewegung „eiert“. Alle 26.000 Jahre befindet sich die Erdachse allerdings wieder am jenem Punkt, den wir am 21.12.2012 erleben. Eventuell haben die Maya diesen Rhythmus erkannt und in ihren Kalender aufgenommen, dessen vierter Zyklus ebenfalls an diesem Datum endet und in den fünften Zyklus übergeht. In manchen überlieferten Maya-Dokumenten wird dazu die Geschichte erzählt, dass der Gott Bolon Yokte, der bei den Maya ebenso für Zerstörung wie für Schöpfung verantwortlich war, vom Himmel herabsteige. Welche Geschichten wir über diese Zeit, in der wir leben, erzählen wollen, haben wir selbst in der Hand. „Wir sind die, auf die wir gewartet haben“, sagen die Hopi. „Und wir können etwas tun“, ergänzt Dirk Schröder, der Leiter der Wildnisschule Chiemgau … beispielsweise bei der

ZEITENWENDE

21. – 23. Dezember im „Eulennest“ in Hilgen bei Pfaffing, Anmeldung und weitere Informationen unter http://www.elementar-erfahrungen.de/160-0-veranstaltungen-21-12-und-danach.html