Prophezeihungen für die Zivilisation

Ernst zu nehmende Gedanken zur Zukunft der „zivilisierten Menschheit“ und der Erde, die unser zu Hause ist.

Großvater Stalking Wolf hatte in seinem Leben viele Visionen, die bisher alle eingetreten sind. Überliefert sind 4 große Visionen zur Zukunft der Menschheit. Um diese dreht sich dieser Artikel. Es handelt sich hierbei um essentielle Gedanken für die Gegenwart und Zukunft der Zivilisation.

a) Zur Person Großvater Stalking Wolf
b) Gedanken und Kommentare zu den Propehezeihungen aus aktueller Sicht
c) Die Prophezeihungen in voller Länge (auf Deutsch)
d) Quellenangaben

Hintergrund zu Großvater Stalking Wolf
Grandfather Stalking Wolf war wohl einer der bemerkenswertesten Menschen, die je auf der Erde gelebt haben. Die meisten Menschen wissen nur nichts von ihm, da er sein Leben komplett in der Natur verbrachte und Kontakt mit den weißen Menschen weitestgehend scheute, da sein Volk und seine geliebte Natur von eben diesen Weißen völlig respektlos behandelt wurde und werden. Überliefert ist seine Geschichte durch den weltbekannten Wildnislehrer Tom Brown 1 in Büchern2,3 und Kursen. Er widmete sein ganzes leben dem Lernen. Nie wurde sein Lernen und sich bis an seine äußersten Möglichkeiten zu strecken, von den Dingen unterbrochen, denen unser modernes Leben hauptsächlich gewidmet ist. Keine Paarbeziehung, kein Hausbau, kein Job um Geld zu verdienen, kein Urlaub wie wir ihn kennen, keine Schule in der wir unnütze Dinge lernen – sein Leben war der Essenz gewidmet. Er lernte von Naturvölkern in ganz Amerika über deren Lebensgestaltung in der physischen Welt und über Ihre Fähigkeiten im Einklang mit der Natur zu leben. In gleicher Art und Weise lernte und praktizierte er die wesentlichen Routinen und Gedanken im Umgang mit der geistigen, der energetischen Welt. So entwickelte er im Laufe seines Lebens schamanische und seherische Fähigkeiten, die uns modernen Menschen unglaublich erscheinen. Doch stellen wir uns vor, was für ein Leben er gelebt hat, dann bekommen wir eine Idee dafür, wie diese Lebensart prägt. Er verbrachte praktisch sein ganzes Leben in der Natur. Moderne Häuser empfand er als Gefängnis. Er ernährte sich aus der Natur, war mit allen Pflanzen, Tieren und Lebewesen vertraut und respektierte sie. Er war immer wachsam, lebte meist im Augenblick und verbrachte keine Zeit mit lamentieren über die Vergangeheit oder Sorgen um die Zukunft. Ich wüßte nicht, wie man mehr Teil der Natur und damit auch bewußter Teil der uns umgebenden Energien werden könnte, als mit diesem Lebensstil. Die Indianer nennen diese Energie „The Spirit that moves through all things“ (der Geist, der in allen Dingen fließt oder christlich ausgedrückt: heiliger Geist).

Aus dem Kontakt mit dieser Energie heraus wurden Großvater viele Visionen und Eingebungen geschenkt, von denen schon viele in genau der Art und Weise eingetreten sind, wie sie ihm mitgeteilt und durch ihn an uns überliefert wurden. Hier geht es um die 4 großen Prophezeihungen für die Zukunft der Menschheit.

Gedanken und Kommentare zu den Propehezeihungen aus aktueller Sicht
Eines Vorweg: Großvater beschrieb die Zukunft gerne in Form einer Hand. Die Gegenwart ist die Handfläche, die 5 Finger sind mögliche Zukunftsszenarien. Aufgrund unserer aktuellen Handlungen gibt es immer ein Szenario, welches wahrscheinlicher ist als die anderen. Doch ändern wir unser Verhalten in der Gegenwart, dann ändert sich damit auch die wahrscheinliche Zukunft. Unsere Zukunft ist also einfach das Ergebnis unserer Handlungen im Augenblick.

Für die Zukunft der Menschheit sind uns 4 Visonen überliefert, deren Zeichen nacheinander sichtbar werden. Ändern wir nach den ersten beiden Zeichen unsere Handlungen, so werden wir die beiden folgenden Zeichen nie erleben. Doch behält die Menschheit in Summe die Lebensgestaltung bei die zu den ersten beiden Zeichen führte, so gibt es nach dem dritten Zeichen keine Hoffnung auf Besserung, das vierte und zerstörerischste Zeichen wird dann kommen.

1. Prophezeihung
Ausführlich ist diese weiter unten beschrieben, in Summe beschreiben die Zeichen die Seuche AIDS und alle Faktoren, die mit dem Entstehen und der Verbreitung dieser sich stets ausbreitenden, aber inzwischen von der Welt mehr oder weniger ignorierten, tödlichen Krankheit in Verbindung stehen.

Der Mensch hat diese Seuche selbst über sich gebracht. Durch den weltweit immer populäreren Lebensstil abseits unserer Wurzeln und scheinbar isoliert von unserer Lebensgrundlage, der Erde, zu leben und dabei fast ausschließlich egoistischen und hedonistischen Regeln zu folgen, ist diese Seuche bei genauerer Betrachtung ein Wink mit dem Zaunpfahl, über eben diese Lebensgestaltung nachzudenken und unsere Leben zu ändern. Doch während wir (wie vorausgesagt) AIDS und alle damit assoziierten Probleme an den Rand unseres Bewußtseins verdrängen, stecken wir schon mitten in der Manifestation der zweiten Prophezeihung.

2. Prophezeihung
Eine Summe an Zeichen. Es werden die Ozonlöcher und daraus resultierende Klimaerwärmung und Naturkatastrophen vorher gesagt.

Vor wenigen Jahren noch wurde eine Klimaveränderung von den Wissenschaftlern bestritten. Heute ist die Klimaerwärmung in aller Munde, und wir streiten über die Ursachen. Benutzen wir doch einmal unseren gesunden Menschenverstand und stellen uns in Summe vor, was der Mensch auf der Erde treibt und was logischer Weise die Kosequenzen dieser Handlungen und Präsenz sein müssen. Wie könnte es sein, dass 6,5 Milliarden Lebewesen die das Gesicht der Erde auf jedem Kontinent prägen keinen Einfluss auf die Erde an sich haben? Wenn wir uns im Gegenteil vorstellen, dass es den Menschen nicht gäbe und die Erde aus Flüssen, Seen, Ozeanen und riesigen Wäldern bestehen würde – wie anders wäre das Gesicht der Welt? Vor diesem Hintergrund können wir mit Sicherheit sagen:“Alle Probleme die wir heute auf der Erde haben sind vom Menschen gemacht und können auch nur vom Menschen wieder gelöst werden.“ Wenn wir nur diese Wahrheit akzeptieren und verinnerlichen würden, würde sich schon vieles zum Positiven verändern. Die aktuell betriebene Zeitverschwendung aus Ursachenforschung (wenn wir ehrlich sind kennen wir die Ursachen schon lange) und Schuldzuweisungen und Schuldzurückweisungen bringt uns sicher nicht weiter. Erkennen, akzeptieren und handeln wäre sicher eine adäquatere Devise.

Ein Zitat von Ingwe, einem Ältesten des Naturvolkes Akamba aus Afrika:
„It´s common sense, but sense is not common“. Übersetzt verliert das Zitat an Wirkung, Sinngemäß bedeutet es, dass vieles mit gesunden Menschenverstand erklärbar oder vermeidbar wäre, dieser aber sehr selten zu finden ist.

Hätten die meisten Menschen nicht vergessen, dass sie ein Teil dieser Erde sind und betrachten wir, was mit der Erde geschieht aus dem Blickwinkel, ein Teil von ihr zu sein und zu akzeptieren, dass sie die Mutter allen Lebens ist, wir müßten alle vor Schmerz aufschreien und unseren Lebensstil sofort ändern.

„Der Mensch ist das einzige Lebewesen auf der Welt, das ganz bewußt über seine Handlungen entscheiden kann. Wir sind das einzige Wesen, dass gezielt entscheiden kann, ob wir mit unseren Handlungen und deren Konsequenzen in der Welt verbessernde oder zerstörende Spuren hinterlassen. Wir können zu jeder Zeit neu entscheiden, welche Art von Spuren wir hinterlassen wollen“
Sinngenmäß zitiert aus dem Buch „Grandfather2“ Kapitel „The Tree speaks“

Noch haben wir alle Chancen zu einem bewußteren Leben mit der Erde zurück zu kehren und damit eine andere wahrscheinliche Zukunft zu generieren. Denn die Zukunft resultiert aus unseren Handlungen der Gegenwart – auch ganz ohne den Glauben an die Möglichkeit Visionen zu empfangen eine sehr logische und fundierte Aussage. Wie wird die Erde wohl in 50 Jahren aussehen, wenn wir eins und eins zusammen zählen und das immer rasantere Tempo der Zerstörung mit den Verbrechen der Menschen an der Natur der letzten 50 Jahre multiplizieren? Uns läuft die Zeit davon – jetzt ist handeln verlangt! Unrelevant sind Ansätze wie den CO2 Ausstoß in 20 Jahren um 10% zu verringern.

Passiert keine Bewußsteinsveränderung und daraus resultierende Handlungen, so steht uns das dritte Zeichen ins Haus, nach welchem es keine Hoffnung für die Zivilisation mehr gibt

3. Prophezeihung
Dieses Zeichen wird auch Red Skys genannt. Ein Tag und eine Nacht, je nach Auslegung der Überlieferung auch eine ganze Woche, wird sich der Himmel blutrot färben. Dies wird das Zeichen sein, dass innerhalb eines Jahres die Menscheit eine Apokalypse erleben wird. Überleben können nur diejenigen, die abseits jeglicher Zivilisation ein Leben im Einklang mit der Erde und der Schöpfung leben, alle Lebewesen respektieren und in einer demütigen Beziehung zu unserem Schöpfer stehen.

4. Prophezeihung
Es wird eine unvorstellbare, weltweite Hungersnot geben. Anarchie und Chaos werden ausbrechen, Seuchen und Krankheiten werden die Menschen dahin raffen und dadurch der Erde die Möglichkeit geben, sich selbst von all den Zerstörungen und Giften der modernen Menschen zu reinigen. Genauer nachzulesen ist der Wortlaut weiter unten. Was mich sehr aufmerksam an dieser Prophezeihung macht sind folgende Teile:

  • „Die Tiere der Menschen werden sterben“.
    Was wäre, wenn all die bekannten Seuchen der Nutztierhaltung wie Vogelgrippe, Schweinepest, BSE etc. auf einmal ausbrechen würden oder sich zu einer universalen Krankheit vereinen?
  • „Das Wasser wird knapp sein und immer knapper werden und vergiftet sein.“
    Bereits heute haben zwei Milliarden Menschen auf der Welt keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, Tendenz steigend. Wissenschaftler sagen schon heute vorraus, dass sich Kriege der Zukunft um Wasser drehen werden
  • „Die Nahrungspflanzen der Menschen werden nicht mehr wachsen.“
    Gerade passiert es, dass die strengen Regeln zum ausbringen von genmanipuliertem Saatgut immer mehr gelockert werden. Wenn die Initiativen gegen die Lockerung der Gesetzte nichts bringen werden, dann ist absehbar, dass sich genmanipuliertes Saatgut unweigerlich über die ganze Welt und auf alle Anbauflächen und in die Natur verteilen wird. Es wird lediglich eine Frage der Zeit sein. Der Mensch öffnet die Büchse der Pandorra und manipuliert die natürlichen Informationen des Saatgutes, die ihn heute ernähren. Es gibt bereits unerklärliche Mißernten mit genmalipuliertem Mais, der in Indien unzählige Bauern in den Ruin und Ihre Familien in den Hunger getrieben hat. Ausgelöst durch von den Pharmakonzernen nicht berücksichtige Faktoren war die ganze Ernte auf Basis des manipulierten Saatgutes unbrauchbar.

Gerade in die erschreckenden Richungen dieser drei Teile der vierten und letzten Prophezeihung bewegen wir uns also bereits. Wir legen gerade das Fundament unserer eigenen Vernichtung oder wenigstens der unserer Kinder und Enkelkinder. Noch ist es nicht zu spät, aber wenn die Menscheit und die Erde zusammen eine Chance haben sollen, dann braucht es jetzt die aktive Mitarbeit von jedem von uns – auch der von Dir und der Deiner Leute.

Ein indianisches Sprichwort besagt:
„Wir haben die Erde nur von unseren Enkeln geborgt“
Wie weit sind wir als Menschheit davon entfernt dieser Maxime auch nur annähernd zu folgen?

Die Prophezeihungen in der originalen Überlieferung (siehe Quellen unten)

Aus dem Buch von Tom Brown Jr. »The search3«:

Großvater war in seinen Vierzigern (um das Jahr 1920) und wanderte mehrere Jahre als er die Vision der vier Zeichen hatte.

Er hatte gerade seine dritte Visionssuche an der heiligen Höhle beendet, als ihn die Vision erreichte. Er hatte am Höhleneingang gesessen und auf die aufgehende Sonne gewartet, als ihm der Geist eines Kriegers erschien. Er fiel in einen Zustand irgendwo zwischen Traum und Realität, Schlaf und Wachsein, bis schließlich der Geist sprach und er wußte, daß es keine Einbildung war. Der Geist rief Großvaters Name und winkte ihm zu folgen. Als Großvater stehen blieb, war er plötzlich in eine andere Welt versetzt. Wieder dachte er, daß er träumen würde, doch sein Körper konnte die Realität dieses Ortes fühlen. Er fühlte, daß es eine andere Zeit und ein anderer Ort war.

Der Geist des Kriegers sprach zu Großvater: »Diese Dinge, die bevorstehen, zeigen die Vernichtung der Menschheit an. Diese Dinge mögest du nicht mehr sehen, aber du mußt helfen, sie zu stoppen und diese Warnungen an deine Enkelkinder weitergeben.

Das ist die mögliche Zukunft, wenn die Menschen nicht zur Erde zurückkehren und anfangen, die Gesetze des Schöpfers und der Schöpfung einzuhalten. Es sind vier Zeichen, vier Warnungen, die nur die Kinder der Erde verstehen werden. Jede Warnung zeigt den Beginn einer möglichen Zukunft an.« Damit war der Geist des Kriegers gegangen und Großvater war allein in der fremden neuen Welt.

Die Welt in der er war, war mit nichts zu vergleichen mit dem was er je kannte. Es war ein trockener Ort, mit wenig Vegetation. In der Ferne sah er ein Dorf, das nicht aus Zelten bestand, eher aus Materialien der Erde. Als er näher an das Dorf kam, war er überwältigt von dem Gestank des Todes. Er konnte Kinder weinen hören, hörte das Stöhnen der Alten und Geräusche wie von Krankheit und Verzweiflung. Haufen von Leichen lagen in offenen Gruben, ihre entstellten Gesichter und schwachen Körper ließen auf den Hungertod schließen. Die Leichen sahen eher aus wie Skelette, ihr einmal dunkelbraunes Aussehen war jetzt aschgrau.

Als Großvater das Dorf betrat, war er von dem Grauen des lebenden Hungertodes tief betroffen. Kinder konnten gerade so gehen, Alte lagen im Sterben und überall waren Schreie von Schmerz und Angst. Der Gestank des Todes und das Gefühl der Hoffnungslosigkeit überwältigten Großvater, drohten ihn aus dem Dorf zu vertreiben. Da erschien Großvater ein Alter, der erst in einer Sprache sprach, die er nicht verstand. Großvater begriff als der Alte sprach, daß es der Geist eines Mannes war, welcher nicht in seinem Körper war, aber auf einem spirituellen Pfad, vielleicht ein Schamane seines Stammes. Er verstand dann, was der Alte ihm zu erzählen versuchte.

Der Alte sprach leise: »Willkommen hier, das einmal das Land des Hungers genannt werden wird. Die Welt wird mit Entsetzen eines Tages auf all das hier schauen und wird die Schuld dem Wetter und der Erde zuschieben. Das wird die erste Warnung an die Welt sein, daß die Menschheit weder gegen die Gesetze des Schöpfers leben kann, noch die Natur bekämpfen kann. Wenn die Welt einsieht, daß sie Schuld ist an dieser Hungersnot, dann wird eine große Lektion gelernt. Doch ich bin besorgt, daß die Welt nicht sich selbst beschuldigt, sondern die Schuld der Natur zuschiebt. Die Welt wird nicht einsehen, daß dieser Platz des Todes dadurch geschaffen wurde, daß diese Leute gezwungen waren, größere Familien zu haben. Wenn die Naturgesetze des Landes gebrochen werden, sterben die Menschen, wie wenn die Natur im Winter Rehe sterben läßt, falls ihre Zahl für das Land zu groß geworden ist.«

Der Alte weiter: »Diese Menschen sollten in Ruhe gelassen werden. Sie verstanden einmal zu leben mit der Erde und ihr Wohlstand war bemessen in Glück, Liebe und Frieden. Doch all das wurde ihnen weggenommen, als die Welt sie als primitive Gesellschaft ansah. Dann zeigte ihnen die Welt, wie sie leben und wirtschaften sollten auf eine weniger primitive Art. Es war die Welt, die sie zwang, außerhalb der Gesetze der Schöpfung zu leben und als Resultat davon sind sie jetzt gezwungen zu sterben.« Der alte Mann begann langsam wegzugehen, zurück zu Tod und Verzweiflung.

Er drehte sich ein letztes Mal zu Großvater um und sagte: »Das wird das erste Zeichen sein. Es wird Hungersnot kommen vor und nach dieser Hungersnot, doch keine wird mehr Beachtung in der Welt finden, wie diese. Die Kinder der Erde werden die Lektion kennen, die sie in all diesem Schmerz und Tod hält, doch die Welt wird es nur als Dürre und Hungersnot ansehen, wird der Natur die Schuld geben, anstatt sich selbst.« Damit verschwand der Alte und Großvater fand sich wieder am Höhleneingang der heiligen Höhle.

Großvater legte sich zu Boden und dachte über das Erlebte nach. Er wußte, daß es eine Vision einer möglichen Zukunft war und daß ihn der Geist des Kriegers dazu brachte und ihm beibrachte, was passieren könnte. Großvater wußte, daß Menschen überall auf der Erde jetzt verhungern würden, aber warum war dieser Hunger so schlimm, so viel wichtiger als der Hunger, der jetzt passierte? Es war, daß Großvater sich erinnerte an den Stammesältesten, der sagte, daß die ganze Welt Notiz nehmen würde, doch daß die Welt die Lektion des Todes und des Hungers nicht lernen würde. Die Kinder der Erde würden sinnlos sterben.

In einem Zustand von körperlicher und emotionaler Erschöpfung fiel Großvater in einen tiefen Schlaf, doch es war, daß ihm der Geist des Kriegers in diesem Schlaf wieder erschien und teilte ihm den Rest des ersten Zeichens zur Vervollständigung mit. In diesem Traum sagte der Geist zu Großvater: »Während der Jahre des Hungers, des ersten Zeichens, wird alles durch eine Krankheit gequält werden, eine Krankheit, die das Land ausfegen wird und die Massen terrorisiert. Die Doktoren werden keine Antwort für die Menschen haben und ein großes Geschrei wird durch das Land tönen.

Die Krankheit wird von Affen, Drogen und Sex ausgehen (AIDS). Sie wird die Menschen von innen zerstören, macht aus einfacher Krankheit eine Killerkrankheit. Die Menschheit wird diese Krankheit über sich selbst bringen als Ergebnis ihres eigenen Lebens, ihrer Verehrung von Sex und Drogen und einem Leben weit weg von der Natur.

Auch das ist Teil der ersten Warnung, doch wieder wird die Menschheit die Warnung nicht beachten und wird weitermachen mit der Anbetung der falschen Götter des Sex und des unbewußten Geistes der Drogen.«

Der Geist sagte weiter: »Die Drogen werden Kriege entstehen lassen in den Städten der Menschen und die Nationen werden gegen diese Kriege kämpfen und werden kämpfen gegen die Killerkrankheit. Doch die Nationen werden auf falsche Weise kämpfen, denn sie bekämpfen die Wirkung mehr als die Ursache. Diese Kriege werden nie gewonnen werden, bis die Nationen, bis die Gesellschaften ihre Wertvorstellungen ändern und dem Nachjagen der Götter von Sex und Drogen stoppen. Es ist so, daß die Menschheit in den Jahren des ersten Zeichens den Kurs der möglichen Zukunft noch ändern kann. Sie verstehen vielleicht die großen Lektionen des Hungers und der Krankheit. Es besteht dann immer noch Hoffnung. Doch wenn erst das zweite Zeichen der Zerstörung erscheint, kann die Erde nur noch auf einem spirituellen Niveau geheilt werden. Nur eine geistige Heilung kann den Kurs einer möglichen Zukunft der Menschheit noch abändern.« Damit ließ der Krieger Großvater in einen tiefen und traumlosen Schlaf fallen, erlaubte ihm, sich voll auszuruhen, bevor er mehr Visionen verarbeiten müßte.

Als Großvater erneut am Höhleneingang erwachte, hatte er die Erinnerung an den Geist des Kriegers klar in seinem Verstand, die Worte des Geistes wurden ein Teil von ihm.

Als Großvater sich in der Landschaft umsah, hatte sich alles verändert. Die ganze Landschaft war anders. Sie erschien trockener, es war keine Vegetation zu sehen, und Tiere lagen im Sterben. Ein großer Todesgestank lag über dem Land und der Staub war dicht und erstickend, die große Hitze drückend. Himmelwärts blickend, schien die Sonne größer zu sein und intensiver zu scheinen; keine Vögel oder Wolken waren zu sehen und die Luft schien dicker zu sein als sonst.

Es schien, als würde der Himmel wogen und große Löcher begannen zu erscheinen. Die Löcher rissen mit lautem Wiederhall auf, einem donnernden Dröhnen und die ganze Erde wurde erschüttert und der Erdboden bebte. Die Haut des Himmels schien wie eine Reihe klaffender Wunden aufzureißen und durch diese Wunden sickerte eine Flüssigkeit, die aussah wie der Auswurf einer Infektion. Es war ein großer Meer von fließendem Abfall, Öl und totem Fisch. Großvater sah durch eine dieser Wunden die Körper von Delphinen, er sah außerdem gewaltige Erhebungen der Erde und starke Stürme.

Alles um ihn herum war eine einzige Katastrophe. Haufen von Abfällen reichten bis in den Himmel, Wälder wurden geknickt und starben, Küstenstriche wurde überflutet und Stürme wurden immer heftiger und stärker. Mit jedem Augenblick der vorüberging, wurde die Erde mit größerer Intensität erschüttert, drohte auseinanderzubrechen und Großvater zu verschlucken.

Plötzlich endeten die Erderschütterungen und der Himmel klarte auf.

Aus der staubigen Luft kam der Geist des Kriegers, der in der Nähe des Großvaters blieb. Als Großvater in das Gesicht des Geistes blickte, konnte er sehen wie große Tränen aus dessen Augen flossen und jede Träne fiel mit einem sengenden Geräusch auf die Erde. Der Geist sah Großvater lange Zeit an, dann endlich sprach er: »Löcher im Himmel.« Großvater überlegte einen Moment, fragte dann zweifelnd: »Löcher im Himmel?«

Und der Geist antwortete: »Sie werden als Zeichen für die Vernichtung der Menschheit kommen. Diese Löcher im Himmel und alles, was du gesehen hast, kann der Menschheit Realität werden.

Am Anfang dieses zweiten Zeichens kann die Menschheit die Erde nicht länger mit physischen Maßnahmen heilen. Man muß die Warnungen beachten und härter an der Änderung der Zukunft arbeiten. Doch die Menschen müssen nicht nur physisch daran arbeiten, sondern auch spirituell und geistig, durch Gebete.«

Dann war eine lange Pause, als Großvater über die Unmöglichkeit von Löchern im Himmel nachdachte. Sicherlich wußte Großvater, daß da ein geistiges Loch sein konnte, doch es schien unwahrscheinlich, daß die Gesellschaften der Erde dieses Loch beachteten. Der Geist kam näher und sprach wieder, fast im Flüsterton: »Diese Löcher sind das unmittelbare Resultat des Lebens der Menschheit, seiner Reisen, und den Sünden seiner Großväter und Großmütter.

Diese Löcher, das zweite Zeichen, werden das Töten der Enkelkinder der Menschheit anzeigen und werden zum Vermächtnis des Lebens der Menschheit werden, einem Leben weit weg von der Natur. Es ist die Zeit dieser Löcher, die einen großen Übergang im Denken der Menschheit markiert. Sie werden dann vor der Wahl stehen, ob sie den alten Weg der Zerstörung fortsetzen, oder ob sie zurückkehren zur Philosophie der Erde und einer einfacheren Existenz. Dann muß eine Entscheidung gefällt werden, oder alles wird verloren sein.« Ohne weitere Worte drehte sich der Geist um und verschwand wieder im Dunst.

Großvater verbrachte die nächsten vier Tage am Höhleneingang, obwohl in diesen vier Tagen niemand mit ihm sprach, nicht einmal die Erde. Er sagte, daß es eine Zeit großen Leidens war, des Alleinseins und eine Zeit der Sammlung. Er wußte, das diese Dinge nicht in seiner Lebenszeit passieren würden. Doch sie würden den Menschen in der Zukunft mit derselben Dringlichkeit und Macht passieren, mit welcher sie ihm überliefert wurden.

Aber er wußte nicht, wie er diese unwahrscheinlichen Ereignisse irgend jemandem erklären sollte. Sicher würden die Schamanen und Stammesältesten verstehen, doch nicht die Gesellschaft und gewiß nicht jemand, der sich von der Erde und dem Geist entfernt hat. Er saß dort vier volle Tage regungslos, wie aus Stein.

Am Ende des vierten Tages kam das dritte Warnzeichen zu ihm. Als er auf die Landschaft starrte in Richtung Sonnenuntergang, veränderte der Himmel sich plötzlich zu einem blutigen Rot. So weit seine Augen sehen konnten, war der Himmel tief rot, ohne Schattierung oder Musterung. Die ganze Schöpfung schien ruhig zu werden. Zeit, Ort und Schicksal schienen in der Vorhölle zu sein, erstarrt durch den blutigen Himmel.

Er starrte lange Zeit in einem Zustand von Ehrfurcht und Entsetzen den Himmel an, denn die rote Farbe des Himmels war wie nichts, was er jemals gesehen hatte bei irgendeinem Sonnenauf- oder Sonnenuntergang.

Die Farbe war die des Menschen, nicht von der Natur und hatte einen ekelhaften Gestank. Es schien, als brenne die Erde, wo immer sie berührt wurde.

Als der Sonnenuntergang in die Nacht überging, schienen die Sterne hellrot, die Farbe verließ nie den Himmel und überall war Geschrei von Furcht und Schmerz zu hören.

Wieder erschien Großvater der Geist des Kriegers, doch diesmal als Stimme aus dem Himmel. Wie Donner erschütterte die Stimme die Gegend und sagte: »Das dann ist das dritte Zeichen, die Nacht der blutenden Sterne. Es wird überall in der Welt bekannt werden, der Himmel in allen Ländern wird rot sein mit dem Blut des Himmels, Tag und Nacht.

Dann ist es so, daß mit dem Zeichen der dritten möglichen Zukunft keine Hoffnung mehr besteht. Das Leben auf der Erde, wie Menschen es leben, wird zu einem Ende kommen, und kann nicht mehr zurückgedreht werden, weder physisch, noch geistig. Wenn das während des zweiten Zeichens nicht geändert wird, erlebt die Menschheit jetzt gewiß die Zerstörung der Erde. Es ist, daß die Kinder der Erde in die Wildnis rennen müssen und sich dort verstecken müssen. Wenn der Himmel Feuer blutet, dann wird es keine Sicherheit in der Welt der Menschen mehr geben.«

Großvater befand sich in schockierendem Entsetzen als die Stimme fortfuhr: »Von dieser Zeit an, wenn die Sterne bluten bis zum vierten und letzten Zeichen wird es vier Jahreszeiten des Friedens geben. In diesen vier Jahreszeiten müssen sie tief in der Wildnis leben und ein neues Zuhause finden, das der Erde und dem Schöpfer nahe ist. Nur die Kinder der Erde werden überleben. Sie müssen die Philosophie der Erde leben und dürfen nie wieder zurückkehren zum Denken der Menschen. Und Überleben wird nicht alles sein, denn die Kinder der Erde müssen auch vertraut sein mit dem Geist. Und sag ihnen auch, daß sie nicht zögern sollen, wenn das dritte Zeichen in den Sternen zu sehen ist, denn es sind doch vier Jahreszeiten zur Flucht.« Großvater sagte, daß die Stimme und der rote Himmel für eine Woche blieben und dann waren sie weg, so schnell wie sie gekommen waren.

Großvater erinnerte sich nicht, wie viele Tage er am Höhleneingang verbracht hatte. Es war in der letzten Nacht an der heiligen Höhle, als die Viertes Warnzeichen zu Großvater kam, diesmal gebracht von der Stimme eines jungen Kindes. Das Kind sprach: »Das vierte und letzte Zeichen wird in den nächsten zehn Wintern erscheinen, die der Nacht folgen, in der die Sterne bluten. Während dieser Zeit wird die Erde sich selbst heilen und die Menschen werden sterben. In diesen zehn Jahren müssen sich die Kinder der Erde in der Wildnis versteckt halten. Sie dürfen keine dauerhaften Lager machen, sondern müssen umherziehen, um Kontakt mit den letzten verbleibenden Kräften der Zivilisation zu vermeiden. Sie müssen versteckt bleiben, wie die alten Fährtensucher und den inneren Drang bekämpfen, der sie zur Rückkehr der Selbstzerstörung der Menschen verleitet. Neugier könnte viele töten.«

Dann war langes Schweigen, bis Großvater zu dem Kind sprach und fragte: »Und was passiert mit der Welt der Menschen?« Da war wieder eine lange Zeit des Schweigens bis endlich das Kind wieder sprach: »Es wird eine große Hungersnot geben in der ganzen Welt, wie sie sich die Menschheit nicht vorstellen kann. Wasser wird ungenießbar, die Gifte der Sünden der Menschen geraten in die Gewässer des Erdbodens, der Seen und der Flüsse. Getreide wird nicht mehr wachsen, die Tiere der Menschen werden sterben und Krankheit wird die Massen töten.

Die Enkelkinder werden sich von den Resten des Todes ernähren und überall werden Schreie von Schmerz und Pein zu hören sein. Umherziehende Banden werden andere Menschen jagen und umbringen, um sie zu essen und das Wasser wird ständig knapp sein und immer knapper werden mit jedem Jahr. Das Land, das Wasser und die Luft, all das wird vergiftet sein und die Menschheit wird in dem Zorn des Schöpfers leben.

Der Mensch wird sich zuerst in den Städten verstecken, doch dort wird er sterben. Einige wenige werden in die Wildnis fliehen, doch die Wildnis wird sie vernichten. Die Menschen werden vernichtet, ihre Städte zerstört und es ist so, daß die Enkelkinder für die Sünden ihrer Großväter und Großmütter bezahlen müssen.«

»Ist denn da keine Hoffnung?« fragte Großvater. Das Kind sprach wieder: »Es ist nur Hoffnung während der Zeit des ersten und zweiten Zeichens. Beim dritten Zeichen, der Nacht des Blutens, ist keine Hoffnung mehr, nur die Kinder der Erde werden überleben. Den Menschen werden diese Warnungen gegeben: wenn unbeachtet, kann dort keine Hoffnung mehr sein, nur die Kinder der Erde werden sich selbst reinigen vom zerstörerischen Denken der Menschheit. Die Kinder der Erde werden eine neue Hoffnung in die Gesellschaft bringen, sie leben verbunden mit der Erde und dem Geist.«

Dann war Ruhe, die Landschaft klärte sich auf und kehrte in ihren normalen Zustand zurück und auch Großvater kam von seiner Vision zurück. Aufgerüttelt, wanderte er im nächsten Jahr umher, versuchte zu verstehen, warum er auserwählt wurde.

Quellenangaben

1.) Tom Browns Trackerschool http://www.trackerschool.com/
2.) Buchtipp (Englisch): „Grandfather“ ISBN 042518174X
3.) Buchtipp (Englisch): „The search“ ISBN: 0425181812
4.) Internet Quelle im englischen Original http://www.wolflodge.org/visibiliti/prophecy/redsky.htm
5.) Kontakt zum Autor Stefan Koch stefan.koch@allgaeuscout.de