Woher der Nebel kommt – die Antwort zur Frage im Thema des Monats November

Nebelschwaden trüben die Sicht im November. Vor allem über Flüssen und Seen halten sie sich hartnäckig. Dort kann der Nebel wunderbar geheimnisvolle Stimmungen zaubern … im Straßenverkehr jedoch verärgert er die Menschen, weil sich durch ihn die Sichtweite verringert. Warum er gerade im November so oft auftritt? Das liegt vor allem an den Mengen an Wasserdampf, welche die noch warme Herbstluft mit sich führt.

Warme Luft ist feuchter, sie kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft. Wenn die Lufttemperatur stark absinkt, muss die Luft einen Teil des in ihr enthaltenen Wasserdampfes loswerden. Das tut sie, indem sich der Wasserdampf zu winzigen Tröpfchen vereint. Diesen Vorgang nennt man Kondensation.

Im Herbst kühlt sich die Luft stetig ab. Während dieses Prozesses bilden sich vermehrt die Wasserdampf-Tröpfchen, die dann in der Luft schweben bleiben, bis die Sonne die Luft tagsüber erwärmt und damit den Wasserdampf in der Luft unsichtbar macht. Für kurze Zeit herrscht klare Sicht – aber nur bis zum Abend, wenn die Temperatur wieder sinkt.

Im Dezember schließlich ist die Luft schon so abgekühlt, dass sie kaum noch Wasserdampf enthält. Dann wird der Nebel abgelöst von klirrend kalten Tagen und Nächten mit klarer Sicht bis in den Sternenhimmel.