Zeichen der Hoffnung – weißer Bison geboren

Der 16. Juni hat Hunderten Indianern neue Hoffnung auf eine bessere, friedliche Zukunft beschert. An diesem Tag wurde ein weißer Bison auf der Farm von Peter Fay in Goshen im US-Bundesstaat Connecticut geboren – ein ausgesprochen seltenes Ereignis, denn nur eines von zehn Millionen Bisons ist weiß. DNA-Untersuchungen ergaben, dass es sich nicht um einen Albino und auch nicht um einen Mischling mit Rinder-Vorfahren handelt.

Mitglieder der Stämme der Lakota, Mohawk, Seneca und Cayuga reisten zu dem Bauernhof und fanden für das Kalb in einer traditionellen Zeremonie einen Namen: „Yellow Medicine Dancing Boy“. Marian White Mouse vom Stamm der Oglala-Lakota sagte, der weiße Bison sei ein echtes Wunder: „Ich hoffe, dieses eine Gebet wird unser Volk zusammenhalten, uns alle zusammenhalten.“

Einer Legende der Lakota zufolge war eine weise Frau in einen weißen Bison verwandelt worden, nachdem sie ihren Stamm von einer Hungersnot befreit hatte. Ihre Rückkehr werde das Zeichen für gewaltige Umwälzungen auf der Erde sein, so prophezeien die Lakota. Noch heute hütet ein Weiser vom Stamm jener Frau ihr Geschenk – eine Zeremonialpfeife.

Vor mehr als 50 Jahren hatte es schon einmal einen weißen Bison gegeben: Er starb 1956 im stattlichen Alter von 36 Jahren.